Dies und das

Neues in der Seglerwelt

Neues Verkehrstrennungsgebiet

Eine neues Einbahnwegesystem in der westlichen Ostsee ist am 01.12.05 von der Versammlung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO angenommen worden. Die neue Wegeführung wurde gleichzeitig als zusätzliche Schutzmaßnahme für besonders schützenswerte Gebiete ( Particularly Sensitive Sea Areas, PSSA) verabschiedet. Damit ist die Ostsee nun endgültig von der IMO als besonders ökologisch sensibles Seegebiet anerkannt.

"Diese neuen Schifffahrtswegemaßnahmen in der westlichen Ostsee werden den Schiffsverkehr noch sicherer machen", sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee heute in Berlin. "Die von Deutschland gemeinsam mit den Ostseeanrainerstaaten erarbeiteten Maßnahmen werden ab Juli 2006 in Kraft treten, so dass die neue Schiffswegeführung verbindlich wird", so der Bundesverkehrsminister. Hierbei handelt es sich insbesondere um die neuen Verkehrstrennungsgebiete "Bornholmsgatt" und "North of Rügen".

Die neuen Wegeführungsmaßnahmen in der westlichen Ostsee haben drei Ziele: Sie sollen

- die gefahrenträchtigen Situationen bei der Begegnung der Schiffe untereinander verringern,

- die ost- und westgehenden Verkehre im westlichen Bereich der Ostsee voneinander trennen und

- den Transitverkehr so führen, dass er in einem ausreichend großen Abstand zu den Flachwassergebieten,insbesondere vor der deutschen Küste um den Darß herumgeleitet wird.

Darüber hinaus wird zusätzlich eine Küstenverkehrszone vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns auf der deutschen Seite eingerichtet. Sie soll sicherstellen, dass der Transitverkehr das Verkehrstrennungsgebiet "Südlich von Gedser" benutzt und

in sicherer Entfernung vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns verläuft.



Ärztliches Attest SBF See

In den Durchführungsrichtlinien der Sportbootführerscheinverordnung See vom 01.10.2005 sind die Bedingungen im ärztlichen Attest geändert worden.Sehschärfemessungen von Optikern sind weiterhin nicht zugelassen. Die Grenzwerte für Farbschwächen sind von 6,0 (Grünschwäche) auf Werte zwischen 0,7 und 1,4 gesenkt worden. Hörgeräte sind jetzt erlaubt Für die Ärzte ist die Bearbeitung dahingehend erleichtert worden, dass keine Werte mehr eingetragen werden müssen, sondern nur noch die Einschätzung "ausreichend" bzw. "nicht ausreichend" angekreuzt wird.

Promillegrenze gesenkt

Ab 15.8.2005 gelten auf deutschen Seeschifffahrtsstraßen neue Promillegrenzen. Nach § 3 Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung gilt dann:
"Wer 0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder eine Alkoholmenge im Körper hat, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt, darf ein Fahrzeug nicht führen oder als Mitglied der Schiffsbesatzung eine andere Tätigkeit des Brücken-, Decks- oder Maschinendienstes nicht ausüben."


IBS wird jetzt auch in Frankreich anerkannt

Der Internationale Bootsschein (IBS) für Wassersportfahrzeuge, weltweit anerkannt als Registrier- und Eigentumsnachweis für Boote im In- und Ausland, gilt jetzt auch an der französischen Küste.
Bislang war der IBS überall - selbst auf den französischen Binnengewässern - anerkannt, mit Ausnahme beim Anlaufen französischer Seehäfen. Hier mussten Bootsbesitzer ihr Eigentum mittels des amtlichen Flaggenzertifikats nachweisen.
Für Sportboote sind damit nur noch zwei Bootsdokumente erforderlich:Kleiner 15m Rumpflänge - IBS Größer 15m Rumpflänge - Eintragung in ein Internationales Seeschiffsregister (ISR)